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Als ich meinen ersten Louvre-Besuch plante, habe ich bestimmt eine Stunde lang den Pariser Metro-Plan studiert. Dabei stellte sich heraus, dass gleich drei Linien zum Museum fahren – welche am praktischsten ist, hängt davon ab, wo man startet.
Die Linie 1 hält an der Station Palais Royal – Musée du Louvre, und das ist meine Lieblingsvariante. Man steigt aus dem Waggon, geht die Treppe hoch, und schon sieht man die Glaspyramiden. Die Linie 7 führt zur selben Station, kommt nur aus anderen Vierteln von Paris. Dann gibt es noch die Linie 14, die hält ebenfalls dort, aber sie ist neuer und die Waggons sind komfortabler.
Ich kaufe normalerweise das Ticket t+ am Automaten, weil man am Schalter ewig anstehen kann. Einmal bin ich an der Station Louvre-Rivoli auf der Linie 1 ausgestiegen, aber da kam ich etwas weiter vom Eingang raus und musste eine Viertelstunde laufen. Jetzt fahre ich immer bis Palais Royal, weil es von dort buchstäblich hundert Meter bis zum Haupteingang durch die Pyramide sind.
Wir planen unseren ersten Paris-Besuch und möchten natürlich den Louvre besuchen. Welche Metro-Linie ist am besten geeignet, um dorthin zu gelangen? Gibt es mehrere Möglichkeiten oder eine besonders praktische Station?
Unbekannt
Ich habe die Linie 1 bestimmt schon fünfmal benutzt, als ich während meines Praktikums in Paris gewohnt habe. Die Station Palais Royal – Musée du Louvre liegt so günstig, dass man selbst bei Regen kaum nass wird. Man steigt aus, sieht die Hinweisschilder zum Museum, geht durch den unterirdischen Gang und steht bei den Pyramiden. Diese Linie führt durchs Stadtzentrum, also wenn Sie irgendwo bei den Champs-Élysées oder im Bastille-Viertel wohnen, ist das genau das Richtige.
Ein Punkt noch: Zur Rushhour ist dort ein Wahnsinngedränge. Ich bin mal an einem Wochentag um acht Uhr morgens gefahren und kam kaum in den Waggon rein. Dafür ist es abends nach sechs schon ruhiger, obwohl immer viele Touristen unterwegs sind. Tickets kauft man am besten gleich für mehrere Fahrten, das heißt carnet – zehn Stück im Päckchen, das kommt günstiger.
Die Linie 7 hält an derselben Station Palais Royal – Musée du Louvre, hat aber eine andere Streckenführung. Ich bin damit gefahren, als ich in einem Hotel bei Gare de l’Est übernachtet habe. Bin mit der Linie 5 eingestiegen, bei Châtelet in die 7 umgestiegen und war in etwa zwanzig Minuten da. Bei Châtelet herrscht übrigens immer ein ziemliches Durcheinander mit den Übergängen – da sind endlose Korridore und unzählige Hinweisschilder, man muss aufmerksam gucken.
Die Metro in Paris ist alt, die Waggons rumpeln ordentlich, aber sie fährt häufig. Maximal fünf Minuten wartet man auf dem Bahnsteig. Mir ist aufgefallen, dass die Franzosen nicht besonders gerne Plätze anbieten, aber Touristen helfen sie normalerweise, wenn sie einen verwirrten Gesichtsausdruck sehen.
Als ich das letzte Mal in Paris war, hat mir eine Freundin geraten, mit der Linie 14 zu fahren. Dort gibt es überhaupt keinen Fahrer in den Waggons, die sind automatisch und fahren schneller als die anderen. Die Station ist dieselbe, Palais Royal – Musée du Louvre, nur der Bahnsteig liegt tiefer. Man muss mehr Rolltreppen benutzen, aber dafür ist es sauber und selbst im Sommer angenehm kühl.
Diese Linie verbindet den Bahnhof Saint-Lazare mit der Bibliothek François Mitterrand im Süden, also wenn Sie mit dem Zug angereist sind oder in der Gegend wohnen, ist das praktisch. Ich habe im Quartier Latin gewohnt, bin mit der RER-Linie B eingestiegen, bei Châtelet in die 14 umgestiegen und war in einer halben Stunde beim Louvre. Allerdings sind die RER-Tickets teurer, die muss man extra kaufen – das normale Metro-Ticket gilt nicht für Fahrten aus dem Umland.
Ich habe beim ersten Mal die Stationen verwechselt und bin bei Louvre-Rivoli ausgestiegen, das ist auch Linie 1. Dachte, das wäre dasselbe, aber es stellte sich heraus, dass man noch gut zehn Minuten durch die Rue de Rivoli laufen muss. Dort sind Geschäfte, Cafés, ganz nett, aber wenn man mit Koffern unterwegs oder müde ist, fährt man besser bis Palais Royal.
Allerdings, wenn man zum Louvre von den Tuilerien her kommen möchte, ist Louvre-Rivoli sogar praktischer. Ich bin ausgestiegen, durch die Gärten spaziert, habe die Teiche und Fontänen gesehen und bin dann von der anderen Seite zum Museum gekommen. Dort ist weniger Gedränge am Eingang, weil alle zur Hauptpyramide strömen.
Ich habe mir vor der Reise die App Bonjour RATP runtergeladen und dort eine Navigo Easy-Karte für eine Woche gekauft. Wahnsinnig praktisch, weil man nicht jedes Mal an den Automaten in der Schlange stehen muss. Man hält einfach das Handy an die Schranke und geht durch. Zum Louvre bin ich sowohl mit der Linie 1 als auch mit der 14 gefahren, beide kommen an derselben Station an, einen großen Unterschied habe ich nicht bemerkt.
Einmal blieb die Metro fünf Minuten lang zwischen den Stationen stehen, die Durchsagen murmelten irgendwas auf Französisch, ich habe nichts verstanden. Dann fuhren wir weiter, als wäre nichts gewesen. Die Pariser Metro ist halt so – mal Streiks, mal technische Probleme, aber im Großen und Ganzen zuverlässig. Hauptsache, man fährt nicht freitags abends, da ist die Hölle los.
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