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Ja, Tickets werden direkt im Museum verkauft, aber stell dich darauf ein, dass die Warteschlange ein bis zwei Stunden deiner Zeit fressen kann. Ich kam im Juni gegen zehn Uhr morgens am Louvre an und dachte, ich komme schnell durch. Stand dann fast eine Stunde und fünfundvierzig Minuten in der Sonne, bis ich an der Kasse war. Die Leute um mich herum hatten das offensichtlich auch nicht erwartet, viele waren ziemlich genervt wegen der verlorenen Zeit.
Falls du dich trotzdem entscheidest, vor Ort zu kaufen, komm entweder direkt zur Öffnung um neun Uhr oder nach drei Uhr nachmittags. Zur Mittagszeit ist der Andrang am größten, die Schlangen ziehen sich über Dutzende von Metern. Abends wird es ruhiger, wobei das Museum an den meisten Tagen nur bis sechs Uhr geöffnet hat.
Die Kassen nehmen Bargeld und Karten, da gab es keine Probleme. Wenn du allerdings samstags oder sonntags hingehen willst, solltest du lieber doch online im Voraus buchen.
Kann man Tickets für den Louvre direkt am Besuchstag am Eingang kaufen? Oder macht man das jetzt nicht mehr und lässt nur Leute mit vorheriger Buchung rein? Wir haben einen sehr flexiblen Zeitplan und möchten uns nicht im Voraus auf ein bestimmtes Datum festlegen.
Heinrich
Technisch gesehen werden Tickets am Besuchstag verkauft, aber der Louvre begrenzt die Besucherzahl pro Stunde. Als ich im Juli ohne Vorabbuchung kam, sagte man mir, dass der nächste verfügbare Slot erst in dreieinhalb Stunden sei. Ich musste entweder warten oder woanders hingehen und dann zurückkommen. Bin dann zu den Tuilerien spaziert, hab einen Kaffee getrunken, aber die Stimmung war schon im Eimer.
Online-Buchungen nehmen den Großteil der Plätze ein, besonders an Stoßtagen. Selbst wenn die Kassen also geöffnet sind, heißt das noch lange nicht, dass du zur gleichen Zeit reinkommst. Kalkulier besser in deine Pläne eine mögliche Wartezeit ein oder gleich eine alternative Aktivität für den Fall, dass überhaupt keine Plätze mehr frei sind.
Ich habe mein Ticket direkt vor dem Eingang am Mittwochabend gekauft, als das Museum bis halb zehn geöffnet war. Kam so gegen sieben an, die Schlange war kurz, höchstens fünfzehn Minuten. Außerdem sind in den Sälen deutlich weniger Leute, man kann sich die Exponate in Ruhe anschauen ohne Gedränge.
An normalen Tagen schließt das Museum früher, daher funktioniert die Abendvariante nur mittwochs und freitags im Sommer. Wenn dein Zeitplan das zulässt, ist das definitiv die beste Zeit für einen Kauf vor Ort. Der Preis unterscheidet sich nicht vom Vormittag, aber du sparst dir einen Haufen Nerven.
Die meisten Touristen gehen zum Haupteingang unter der Glaspyramide, dort ist immer Gedränge. Ich stand da vierzig Minuten, bis ich von jemandem in der Schlange hörte, dass es über das Carrousel du Louvre schneller geht. Bin dorthin, und tatsächlich hatte ich nach zehn Minuten mein Ticket. Dieser Eingang liegt unter dem Einkaufszentrum, da achten weniger Leute drauf.
Eine weitere Option ist die Passage Richelieu, aber die ist nicht immer geöffnet, das muss man auf der offiziellen Website checken. Falls du schon bei den Pyramiden bist und eine riesige Schlange siehst, stell dich nicht vorschnell an. Lauf lieber einmal ums Museum rum, vielleicht findest du einen Eingang mit weniger Andrang.
Als ich eine Führung mit Guide gebucht hatte, wurden wir durch einen separaten Eingang für Gruppen geführt, da gab es überhaupt keine Schlange. Die Tickets waren schon im Tour-Preis enthalten, also musste ich nichts extra kaufen. Wir waren buchstäblich in fünf Minuten drin und an allen Menschenmassen bei der Hauptpyramide vorbei.
Wenn du es nicht geschafft hast, online selbst ein Ticket zu buchen, kannst du nach Gruppentouren in letzter Minute schauen. Die sind oft teurer, sparen aber massig Zeit und Nerven. Außerdem erzählt der Guide was über Exponate, an denen du sonst vielleicht einfach vorbeiläufst, ohne ihre Bedeutung zu verstehen. Für mich war das wesentlich bequemer als alleine in der Schlange zu stehen.
Wenn du einen Paris Museum Pass hast, brauchst du überhaupt kein Ticket zu kaufen. Ich habe mir die Karte für zwei Tage geholt und bin einfach durch den separaten Durchgang für Pass-Inhaber gegangen. Schlange gab es da kaum, höchstens fünf Minuten. Die Karte kostet ungefähr sechzig Euro für zwei Tage, aber das rechnet sich, wenn du noch ein paar weitere Museen oder Schlösser besuchen willst.
Verkauft wird sie in Touristen-Infos, an manchen Metro-Stationen und sogar online. Wichtig ist, sie am ersten Nutzungstag zu aktivieren, dann gilt sie für den gewählten Zeitraum. Für den Louvre ist das wirklich eine praktische Variante, weil man sich das Anstehen an den Kassen komplett spart.
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