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Ich war letzten Sommer im Louvre und hatte ursprünglich ein bis zwei Stunden eingeplant, dachte mir, ich schaue mir das Ganze schnell an. Aber schon nach einer halben Stunde wurde mir klar, dass das völlig unrealistisch ist. Das Museum ist riesig, es gibt Dutzende von Sälen, und selbst um nur die Highlights wie die Mona Lisa, die Venus von Milo und die Nike von Samothrake zu sehen, braucht man mindestens drei Stunden reine Zeit.
Ich habe dort fünf Stunden verbracht und trotzdem die ägyptische Sammlung nicht vernünftig anschauen können. Die Warteschlangen vor den berühmtesten Gemälden fressen eine Menge Zeit, und das Museum selbst ist wie ein Labyrinth, man irrt ständig zwischen den Etagen umher. Wenn du alles in Ruhe sehen willst und nicht wie aufgescheucht durch die Gegend rennen möchtest, solltest du sechs bis sieben Stunden einplanen oder am besten gleich zweimal hingehen.
Noch ein Tipp: Kauf dir die Tickets vorab online, denn an den Kassen kann man locker eine Stunde anstehen. Ich stand vierzig Minuten, obwohl ich um neun Uhr morgens da war.
Wie viele Stunden sollte man im Louvre verbringen, um alles Wesentliche zu sehen? Ich möchte nicht hetzen und im Laufschritt an Meisterwerken vorbeirennen, aber auch nicht den ganzen Tag dort verbringen. Reichen 3-4 Stunden oder ist das zu wenig?
Bernhard
Meine Freundin und ich haben sage und schreibe sechs Stunden im Louvre verbracht und sind nur rausgegangen, weil unsere Füße streikten. Wir haben uns am Eingang einen Audioguide für sechs Euro geholt, der half uns, nicht verloren zu gehen, und erzählte viel Interessantes über die Gemälde. Angefangen haben wir im italienischen Flügel, dort ist die Mona Lisa und jede Menge andere Meisterwerke von Raffael und Caravaggio, danach ging’s zu den Skulpturen. Die Venus von Milo steht separat in einem riesigen Saal, da ist immer eine Traube Menschen, aber man kommt ziemlich nah ran.
Zum Mittagessen sind wir in ein Café direkt im Museum gegangen, wollten nicht raus, weil wir Angst hatten, Zeit beim erneuten Einlass zu verlieren. Das Essen dort ist teuer und geht so, besser man bringt sich Brötchen mit. Nach dem Lunch haben wir uns die französische Malerei und einen Teil der ägyptischen Altertümer angeschaut. Für die griechischen Säle hatten wir keine Kraft mehr.
Wenn die Zeit knapp ist, kann man es in drei Stunden schaffen, aber nur wenn man gezielt zu den bekanntesten Werken geht. Ich hab’s so gemacht, weil ich nur einen Tag in Paris war. Bin zur Öffnung um neun Uhr morgens hingekommen, da ist noch weniger los. Bin sofort zur Mona Lisa über den Denon-Flügel, dort gibt’s Hinweisschilder. Vor dem Gemälde ist selbst morgens ein Haufen Leute, aber man kann sich in zehn Minuten durchdrängeln.
Danach schnell zur Venus von Milo und zur Nike von Samothrake, die sind auf verschiedenen Etagen. Hab noch die Kronjuwelen und ein paar Säle französischer Malerei geschafft. Bin so gegen zwölf raus, erschöpft, aber zufrieden. Hab gemerkt, dass man für eine vernünftige Besichtigung mindestens doppelt so viel Zeit braucht.
Ich bin um halb zehn in den Louvre und um sechs Uhr abends wieder raus, als sie dichtgemacht haben. Hab mir extra einen freien Tag genommen, weil ich gelesen hatte, dass das Museum riesig ist. Lag nicht falsch. Selbst in achteinhalb Stunden hab ich nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Am meisten Zeit haben die Säle mit den ägyptischen Sarkophagen und Mumien gekostet, da hing ich zwei Stunden fest, weil’s unglaublich spannend war.
Zu Mittag hab ich im Innenhof gegessen, dort gibt’s Bänke, wo man sich hinsetzen und kurz verschnaufen kann. Die Füße brummen nach ein paar Stunden auf Marmorboden, deshalb sind Pausen Pflicht. Mir ist auch aufgefallen, dass nach vier Uhr nachmittags weniger Besucher da sind, man kann die Gemälde ruhiger ohne Gedränge betrachten. Wenn du Kunst liebst und dich vertiefen willst, ist ein ganzer Tag das Minimum.
Hab eine vierstündige Führung gebucht, in einer Gruppe von etwa fünfzehn Leuten. Anfangs dachte ich, das wäre zu viel, aber tatsächlich war es perfekt. Die Führerin hat uns auf den wichtigsten Routen durchgelotst und Geschichten über die Gemälde erzählt, die man alleine nie erfahren würde. Bei der Mona Lisa mussten wir nicht anstehen, weil die Führerin wusste, wann man am besten hingeht.
Gezeigt wurden italienische Malerei, französische Säle, Skulpturen und ein Teil der Kunstgewerbesammlung. Ohne Führung wäre ich einfach rumgeirrt und hätte Zeit verschwendet. Nach der Tour bin ich noch eine Stunde alleine geblieben, bin in den Flügel mit den altgriechischen Vasen. Insgesamt waren’s dann fünf Stunden inklusive Kaffeepause.
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