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Als ich das erste Mal in den Louvre kam, dachte ich naiv, ich könnte einfach alles der Reihe nach anschauen. Aber das Museum ist riesig, man könnte dort drei Tage lang herumlaufen und würde trotzdem etwas verpassen. Deshalb empfehle ich, gleich zu den Hauptmeisterwerken zu gehen.
Zuerst natürlich die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Sie hängt in einem separaten Saal, immer umringt von Menschenmengen, aber man kommt schon heran. Das Gemälde ist kleiner, als es auf Fotos wirkt, aber trotzdem beeindruckend. Dann geh zur Venus von Milo, sie steht in einer eigenen Nische im ersten Stock. Unbedingt sehenswert ist auch die Nike von Samothrake auf der Treppe – diese Skulptur verschlägt einem mit ihrer Monumentalität regelrecht den Atem.
Wenn noch Zeit bleibt, schau dir die ägyptischen Antiquitäten an, dort gibt es Sarkophage und Mumien. Ich habe dort zwei Stunden verbracht, obwohl ich eigentlich nur schnell durchgehen wollte. Von den Gemälden lohnen sich noch die Werke von Delacroix und das riesige Bild “Die Hochzeit zu Kana” gegenüber der Mona Lisa. Das ist übrigens viel größer und detailreicher, aber alle stehen aus irgendeinem Grund mit dem Rücken dazu.
Was sollte man im Louvre unbedingt sehen, um den Besuch nicht zu bereuen? Ich habe keine speziellen Kunstkenntnisse, bin einfach ein normaler Tourist. Ich möchte das sehen, wofür es sich überhaupt lohnt, dorthin zu gehen, aber ohne Fanatismus.
Dieter
Ich bin extra wegen der ägyptischen Sammlung in den Louvre gegangen, weil ich mich für antike Zivilisationen interessiere. Dort ist eine unglaubliche Menge an Artefakten zusammengetragen: Statuen von Pharaonen, Papyri, Schmuckstücke, Alltagsgegenstände. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die riesige Statue von Ramses II. am Eingang zur Sektion. Man steht davor und begreift erst, wie alt diese Kultur wirklich ist.
Dort gibt es auch die Große Sphinx von Tanis, die ist einfach gigantisch. Die Sarkophage sind ebenfalls beeindruckend, manche sind so detailliert bemalt, als wären sie gestern erst angefertigt worden. Ich habe dort fast einen halben Tag verbracht, obwohl ich anfangs dachte, nur schnell durchzugehen. Wenn dich Geschichte interessiert, darfst du diese Abteilung auf keinen Fall auslassen.
Das Museum ist in drei Flügel unterteilt, und das habe ich erst vor Ort begriffen. Im Denon-Flügel befindet sich die italienische Malerei, dort hängt die Mona Lisa und es gibt riesige Gemälde. Der Richelieu-Flügel zeigt französische Malerei und Skulpturen. Ich habe es in drei Stunden nur geschafft, Denon zu durchlaufen, und das im Eilschritt.
Ich empfehle, den Museumsplan vorher herunterzuladen oder am Eingang einen Zettel mitzunehmen. Es gibt zwar Wegweiser, aber man kann sich leicht verirren. Im Sully-Flügel sind antike Skulpturen und griechische Artefakte. Die Venus von Milo steht genau dort. Wenn du möglichst viel sehen willst, komm um neun Uhr morgens, gleich zur Öffnung. Nach dem Mittagessen wird es doppelt so voll, besonders bei den populären Exponaten.
Ich bin ohne besonderen Plan in den Louvre gegangen, bin einfach herumgelaufen und habe geschaut. Unerwartet bin ich dann in den Sälen mit französischer Malerei hängengeblieben. Dort hängen Bilder von Ingres, Delacroix, riesige historische Gemälde. “Die Freiheit führt das Volk” von Delacroix beeindruckt durch Größe und Energie, man steht davor und spürt diesen revolutionären Geist förmlich.
Dort hängt auch “Die große Odaliske” von Ingres, eine sehr bekannte Arbeit. Die Säle mit dieser Malerei sind weniger mit Touristen überfüllt, deshalb kann man sich die Details in Ruhe anschauen. Mir hat das besser gefallen, als mich bei der Mona Lisa durchzudrängeln.
Anfangs dachte ich, ich komme ohne Audioguide aus, aber dann habe ich mich doch dafür entschieden. Kostet nicht viel, ich glaube acht Euro oder so. Er erzählt über die Hauptexponate, ihre Geschichte, Details, die ich selbst nie bemerkt hätte. Zum Beispiel habe ich über die Mona Lisa viel Interessantes erfahren: warum sie so berühmt ist, wie oft sie gestohlen wurde, welche Techniken Leonardo verwendet hat.
Den Audioguide kann man pausieren und nur über das hören, was einen interessiert. Ich bin an irgendeiner Skulptur vorbeigegangen, habe die Aufnahme gestartet und sofort den Kontext verstanden. Ohne das schaut man sich einfach alte Sachen an und versteht ihren Wert nicht vollständig. Ich empfehle es, besonders beim ersten Besuch.
Es gibt einen Saal, in dem das riesige Gemälde “Die Krönung Napoleons” von Jacques-Louis David hängt. Das Bild nimmt fast die gesamte Wand ein, darauf sind hunderte Menschen im Detail dargestellt. Ich stand etwa eine Viertelstunde davor und habe mir Gesichter, Kostüme, Gesichtsausdrücke angeschaut. Napoleon krönt Joséphine, rundherum der gesamte Hof, der Papst, die Marschälle.
Dieser Saal ist bei Touristen weniger bekannt, deshalb ist es dort ruhig. Man kann sich auf eine Bank setzen und einfach genießen. Daneben hängen noch einige weitere große historische Gemälde, aber die Krönung ist am beeindruckendsten. Wenn du dich für französische Geschichte interessierst, darfst du diesen Ort nicht verpassen.
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