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Der Eingang zur Samaria-Schlucht liegt auf dem Omalos-Plateau, auf etwa 1250 Metern Höhe. Von Chania aus fährt man ungefähr eine Stunde dorthin. Ich bin noch vor Sonnenaufgang losgefahren, weil ich zur Öffnung um sechs Uhr morgens dort sein wollte.
Vom Parkplatz zum eigentlichen Eingang läuft man etwa fünf Minuten. Dort gibt es einen Ticketschalter und einen kleinen Kiosk mit Wasser und Snacks. Die Preise sind schon ordentlich Bergpreise, also besser alles von zu Hause mitnehmen. Der Einstieg heißt Xyloskalo, was so viel wie Holztreppe bedeutet. Und tatsächlich geht es am Anfang steil bergab über Stufen zwischen den Felsen.
Wenn man ganz am Anfang der Route steht und nach unten schaut, wird einem klar, dass sechzehn Kilometer Abstiege und Aufstiege vor einem liegen. Ich hatte Trekkingstöcke dabei und war froh darüber, denn die Knie werden bei so vielen Stufen ganz schön belastet. Am besten so früh wie möglich kommen, bevor sich die Schlangen von den Reisebussen bilden.
Können Sie mir helfen, den Eingang zur Samaria-Schlucht zu finden? Ich habe gelesen, dass die Route irgendwo hoch in den Bergen beginnt, kann aber den genauen Ort nicht finden. Ist das ein Dorf oder einfach ein Punkt an der Straße?
Andrea
Ich habe nach Möglichkeiten gesucht, zur Schlucht zu kommen ohne eigenes Auto, und herausgefunden, dass es nicht viele Optionen gibt. Es gibt zwar eine Bushaltestelle im Dorf Omalos, aber der Fahrplan ist sehr ungünstig. Der erste Bus kommt erst gegen acht Uhr an, dabei öffnet der Eingang schon um sechs. In diesen zwei Stunden sammeln sich schon die Massen auf dem Wanderweg.
Ich habe mir in Chania einen Mietwagen genommen und bin selbst gefahren. Die Straße ist eine Serpentinenstraße, stellenweise eng, aber gut asphaltiert. Wichtig ist nur, in den Kurven nicht zu schnell zu fahren. Der Parkplatz am Eingang ist gebührenpflichtig, ich glaube fünf Euro für den Tag. Ich habe das Auto stehen lassen und bin durch die Schlucht runter nach Agia Roumeli, von dort mit der Fähre nach Hora Sfakion und dann mit dem Bus zurück nach Chania. Das Auto habe ich erst am nächsten Tag abgeholt, weil ich es am selben Abend zeitlich nicht mehr geschafft hätte.
Das Omalos-Plateau liegt in den Bergen, eine einzige Straße führt von Chania über das Dorf Lakki dorthin. Ich bin mit einem gemieteten Jeep gefahren, obwohl ein normaler PKW völlig ausreicht. Die Serpentinen beginnen nach Lakki und ziehen sich etwa zwanzig Kilometer bergauf. Die Aussicht ist fantastisch, aber zum Anhalten gibt es kaum Platz, weil die Straße schmal ist und andere Fahrer nicht gerne warten.
Wenn man aufs Plateau kommt, sieht man sofort die Schilder zum Schluchteingang. Es gibt dort ein paar Tavernen, ein kleines Hotel und Parkplätze. Der Eingang zum Nationalpark liegt am südlichen Rand des Plateaus, bei einem Gebäude mit Kasse. Das Ticket hat fünf Euro gekostet, sie kontrollieren den Pass und geben einen Abschnitt aus, den man am Ausgang in Agia Roumeli wieder abgeben muss. So wissen die Rettungskräfte, dass alle bis zum Abend aus der Schlucht raus sind.
Xyloskalo ist nicht einfach nur ein Eingang, sondern der erste und schwierigste Abschnitt der ganzen Strecke. Als ich oben stand und auf die Zickzack-Pfade schaute, die steil zwischen den Felsen nach unten führen, hatte ich ehrlich gesagt etwas Respekt. Die ersten drei Kilometer geht es tausend Höhenmeter vertikal runter, und das alles über Steinstufen. Nach einer Stunde zittern einem schon die Beine.
Der Name bedeutet Holztreppe, obwohl heute dort größtenteils Stein ist. Vielleicht gab es früher wirklich Holzplanken. Ich war im Juni dort, die Sonne knallte schon am Morgen, deshalb sind Hut und Wasser Pflicht. Auf diesem Abschnitt gibt es kaum Schatten, nur Felsen ringsum. Dafür entschädigt die Aussicht für alle Mühe.
Ich habe eine Tour bei einem lokalen Anbieter in Rethymno gebucht. Der Bus hat mich um fünf Uhr morgens vom Hotel abgeholt, es war noch dunkel. Wir sind eine Stunde nach Chania gefahren, dort wurden noch weitere Gruppen eingesammelt, dann ging es hoch aufs Plateau. Die Serpentinenstraße hat nochmal gut eine Stunde gedauert, einigen wurde von den Kurven sogar übel.
Am Eingang zur Schlucht wurden wir um sieben ausgeladen, der Guide hat die Tickets verteilt und gesagt, dass er am Ausgang in Agia Roumeli um vier Uhr nachmittags wartet. Das gab uns neun Stunden für die Durchquerung. Ich bin langsam gegangen, habe für Fotos angehalten und war pünktlich beim Treffpunkt mit der Gruppe. Wer zu spät kam, musste sich selbst die Fähre nach Hora Sfakion suchen und den Bus zurück erwischen. Die organisierte Tour ist praktisch, weil man sich nicht um die Logistik und ein Auto auf dem Parkplatz kümmern muss.
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