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Eine direkte Busverbindung zwischen Chora Sfakion und Omalos gibt es leider nicht. Als ich letztes Jahr diese Route geplant habe, hatte ich auch mit einer normalen Verbindung gerechnet, aber es stellte sich heraus, dass man über Chania umsteigen muss. Zuerst nimmt man den Bus nach Chania, das dauert etwa eine Stunde fünfundvierzig Minuten, und dann wartet man auf die Verbindung nach Omalos. Zwischen den Bussen kann eine Pause von drei Stunden oder sogar mehr liegen, je nach Fahrplan.
Ich habe mich letztendlich anders entschieden. Habe einen Transfer über das Hotel gebucht, auch wenn das teurer ist, dafür ohne Stress und verlorene Stunden beim Umsteigen. Der Fahrer hat mich morgens abgeholt, und nach zwei Stunden waren wir schon am Ziel. Wenn man allein oder zu zweit unterwegs ist, kann man versuchen, sich mit anderen Touristen für ein gemeinsames Taxi zu verabreden, dann wird’s günstiger. In Chora Sfakion stehen oft Taxifahrer am Hafen, die kennen diese Anfrage und bieten Gruppenfahrten an.
Noch eine Möglichkeit, wenn man nicht unter Zeitdruck steht: ein Auto mieten. Die Straße ist schön, wenn auch bergig, dafür kann man anhalten wo man will und ist nicht vom Busfahrplan abhängig.
Gibt es einen Bus von Chora Sfakion nach Omalos? Ich versuche herauszufinden, wie man die Route schließen kann — wenn wir das Auto oben in Omalos parken und unten am Meer herauskommen, kann man irgendwie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausgangspunkt zurückkehren?
Helmut
Ich bin diese Route letzten Sommer gefahren, nachdem ich durch die Samaria-Schlucht gewandert bin. Ein direkter Bus fährt nicht, man muss über Chania umsteigen. Von Chora Sfakion nach Chania gibt es mehrmals täglich Verbindungen, aber nach Omalos fahren die Busse seltener, hauptsächlich morgens. Ich bin aus der Schlucht gegen Mittag rausgekommen, bin gegen drei Uhr in den Bus nach Chania gestiegen, und die nächste Verbindung nach Omalos war erst am nächsten Tag. Musste dann in der Stadt übernachten.
Wenn man im Voraus plant, hätte man früher aus der Schlucht rauskommen und noch den morgendlichen Bus nach Omalos über Chania erwischen können. Aber nach zehn Kilometern zu Fuß über Geröll hat man’s nicht besonders eilig. Dafür gibt’s in Chania einiges zu sehen, die Altstadt ist wunderschön, also war der Abend nicht verloren.
Als ich erfahren habe, dass es keinen Bus gibt, habe ich angefangen nach Alternativen zu suchen. Ein Taxi von Chora Sfakion nach Omalos kostet etwa einhundertzwanzig Euro, vielleicht etwas mehr, je nach Fahrer und Saison. Für einen allein teuer, aber ich habe am Hafen ein Paar aus Österreich getroffen, das auch nach Omalos wollte. Haben uns zu dritt zusammengetan, kam auf vierzig Euro pro Nase raus. Der Fahrer war sofort einverstanden, sind nach einer halben Stunde losgefahren.
Die Fahrt hat etwas mehr als eine Stunde gedauert, weil wir ihn gebeten haben, an einem Aussichtspunkt für Fotos anzuhalten. Die Ausblicke dort sind unglaublich, besonders wenn man die Serpentinen zur Küste runterfährt. Wenn man die Möglichkeit hat Mitfahrer zu finden, ist das Taxi nicht viel teurer als der Bus mit Umsteigen, dafür schneller und bequemer.
Ich habe versucht mit den Bussen über Chania zu fahren, aber der Fahrplan stellte sich als sehr unpraktisch heraus. Die Verbindung von Chora Sfakion nach Chania war um zwölf, bin gegen zwei Uhr angekommen. Der Bus nach Omalos fuhr um sechs Uhr morgens am selben Tag, und der nächste erst zwei Tage später. Saß am Busbahnhof und versuchte mir was zu überlegen, bis eine einheimische Frau mir geraten hat, bei den Touristen nachzufragen, die durch die Samaria-Schlucht wandern.
Viele Leute mieten ein Auto, lassen es in Omalos stehen, laufen durch die Schlucht und kehren dann mit dem Taxi oder Bus zum Wagen zurück. Ich habe zwei Deutsche gefunden, die gerade zu ihrem Auto zurückfuhren und einverstanden waren, mich nach Omalos mitzunehmen gegen eine symbolische Beteiligung fürs Benzin. Ohne diesen Zufall hätte ich in Chania übernachten oder ein teures Taxi nehmen müssen.
Ich hatte anfangs vor mit den Bussen zu fahren, aber nachdem ich mir den Fahrplan angeschaut und verstanden habe, wie viel Zeit ich beim Umsteigen verliere, habe ich mich entschieden für ein paar Tage ein Auto zu mieten. Von Chora Sfakion nach Omalos sind es etwa hundert Kilometer, bin etwas über zwei Stunden gefahren. Die Straße ist bergig, aber der Asphalt ist in Ordnung, man muss sich halt an die Serpentinen gewöhnen.
Die Vorteile liegen auf der Hand: man fährt wann man will, hält an wo man will. Ich bin unterwegs in ein paar Bergdörfer reingefahren, hab in einer Taverne mit Blick auf die Berge einen Kaffee getrunken. Die Automiete für einen Tag hat mich etwa fünfzig Euro mit Versicherung gekostet, das ist günstiger als ein Taxi und viel bequemer als die Busse. Wenn man Autofahren kann und keine Angst vor Bergstraßen hat, ist das die beste Option für diese Strecke.
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