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Ich war letztes Jahr dort, deshalb kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Die bequemste Variante ist eine organisierte Tour von irgendeinem Ferienort auf Kreta. Der Bus holt dich morgens direkt vom Hotel ab, bringt dich zum Ausgangspunkt in Omalos, und unten bei Agia Roumeli wartet bereits ein Boot nach Sfakion oder Paleochora. Von dort geht’s wieder mit dem Bus zurück.
Als ich auf eigene Faust gefahren bin, musste ich erstmal nach Chania, von dort in den Linienbus Richtung Omalos-Plateau umsteigen. Man muss sehr früh raus, weil der erste Bus gegen sechs Uhr morgens fährt. Wenn du den verpasst, kannst du auf den nächsten lange warten. Der Rückweg ist auch kompliziert: Nach der Schlucht muss man die letzte Fähre erwischen, sonst übernachtet man zwangsläufig im Dorf.
Mietwagen würde ich nicht empfehlen. Du lässt ihn am einen Ende stehen und kommst am anderen wieder raus. Dann fünf Stunden über Bergstraßen zurück. Ich hab gesehen, wie Leute das mit dem Taxi versucht haben – teuer und unpraktisch.
Die Tour hat damals so um die fünfzig Euro gekostet, aber alle Transfers sind dabei, man muss sich um nichts kümmern. Wenn du das erste Mal auf Kreta bist, nimm ohne zu zögern die Tour.
Was ist der bequemste Weg zur Samaria-Schlucht? Wir sind zu viert und überlegen, ob wir ein Auto mieten oder mit einer organisierten Tour fahren sollen. Ist die Straße schwierig, mit Serpentinen? Oder kann man problemlos mit einem normalen PKW fahren?
Karin
Bin letzte Woche von der Samaria zurückgekommen, hatte eine fertige Tour übers Hotel gebucht. Ehrlich gesagt, wollte ich anfangs alles selbst organisieren, aber hab dann auf die Einheimischen gehört. Die meinten, mit der Logistik kann man sich ganz schön abmühen, besonders wenn man die Fahrpläne von Bussen und Fähren nicht kennt.
Bei der Tour läuft alles wie am Schnürchen. Bus kam um sieben Uhr morgens, in zwei Stunden waren wir am Eingang der Schlucht. Der Guide hat die wichtigsten Punkte erklärt, Karten verteilt und gesagt, wo wir uns unten treffen. Bin in meinem eigenen Tempo gelaufen, keiner hat gehetzt. Am Ausgang wartete schon das Boot, das uns nach Chora Sfakion gebracht hat. Dort stand unser Bus bereits.
Wäre ich alleine gefahren, hätte ich um vier Uhr morgens aufstehen müssen, um den ersten Linienbus ab Chania zu erwischen. Und ob ich nach der Wanderung die letzte Fähre geschafft hätte, steht auch nicht fest. Bei der Tour ist alles mit Zeitpuffer kalkuliert. Hat so um die sechzig Euro gekostet, aber das ist es absolut wert.
Ich bin die Schlucht ohne Tour gelaufen, auch wenn das etwas Planung erfordert hat. Hab in Chania gewohnt, von dort fährt jeden Morgen ein Bus nach Omalos. Tickets gibt’s am Busbahnhof, aber komm besser eine halbe Stunde früher, weil sich eine ziemliche Schlange bildet. Der Bus fährt gegen sechs Uhr morgens los, braucht anderthalb Stunden durch die Berge.
Nach der Schlucht kam ich im Dorf Agia Roumeli raus. Da gibt’s Cafés, man kann was essen und auf die Fähre warten. Fähren fahren nach Chora Sfakion oder nach Sougia, der Fahrplan hängt von der Saison ab. Ich bin nach Sfakion geschippert, von dort mit dem Bus zurück nach Chania. Die ganze Rückfahrt hat vier Stunden gedauert, vielleicht etwas länger.
Die größte Schwierigkeit ist, die letzte Fähre zu erwischen. Wenn du die verpasst, musst du in Agia Roumeli übernachten. Dort gibt’s Hotels, aber im Sommer ist schnell alles ausgebucht. Dafür sparst du bei der Tour, weil Busse und Fähre zusammen dreißig Euro kosten, nicht mehr.
Meine Freundin und ich haben uns ein Auto gemietet und sind selbst zur Samaria gefahren. Haben den Wagen auf dem Parkplatz bei Omalos gelassen, dort gibt’s einen extra Platz für Leute, die in die Schlucht gehen. Parken kostet ein paar Euro pro Tag, aber der Platz ist bewacht.
Nach der Wanderung sind wir mit der Fähre nach Chora Sfakion, und von dort haben wir uns ein Taxi zurück nach Omalos zum Auto genommen. Taxi hat achtzig Euro gekostet, aber wir haben uns das geteilt. Man könnte auch mit dem Bus nach Chania und von dort mit einem weiteren nach Omalos fahren, aber nach der Wanderung hatten wir keine Kraft mehr für Umstiege.
Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Auto unten in Chora Sfakion lassen und zum Eingang der Schlucht mit Taxi oder Bus hochfahren. Dann steigst du nach der Wanderung direkt in dein Auto und fährst, wohin du willst. Aber der Aufstieg nach Omalos ist steil, die Straße voller Serpentinen. Wenn man nach der Schlucht müde ist, sollte man das Risiko lieber nicht eingehen.
Als ich zur Schlucht gefahren bin, hab ich eine kombinierte Variante gewählt. Morgens bin ich in Chania in den Bus gestiegen, bis Omalos gefahren. Dort wurden wir direkt am Eingang zum Nationalpark abgesetzt. Bin die Schlucht in sechs Stunden durchgelaufen, vielleicht etwas weniger. Unten in Agia Roumeli hab ich zu Mittag gegessen, ein Bier getrunken und bin mit der Fähre nach Sougia statt nach Sfakion.
In Sougia sind weniger Touristen, ruhiger. Von dort fahren Busse nach Chania seltener, deshalb hab ich mir über ein Café vor Ort ein Taxi bestellt. Der Fahrer war in einer halben Stunde da, hat mich für siebzig Euro zum Hotel gefahren. Teuer, aber bequem, weil einem nichts mehr wehtut vom Sitzen im vollgepackten Bus.
Wenn du’s genauso planst, prüf den Fährplan vorher. Im Herbst oder Frühling fahren die seltener, da kann man ein paar Stunden im Dorf hängen ohne jegliche Unterhaltung.
Ich hab übers Internet einen kleinen Ausflug für zehn Leute gefunden. Das war kein Massenbus, sondern ein Minivan. Der Guide hat uns direkt am Apartment in Rethymno abgeholt, unterwegs noch ein paar andere Leute eingesammelt. Sind zweieinhalb Stunden gefahren, aber in der Gruppe verging die Zeit wie im Flug.
Der Guide hat von der Geschichte der Schlucht erzählt, von den Tieren, die dort leben, von den Pflanzen. Am Eingang hat er Wasser und Energieriegel verteilt, gesagt, wo man am besten Pausen macht. Ich bin langsam gelaufen, hab fotografiert, deshalb war ich eine der Letzten, die rauskam. Aber der Guide hat gewartet, niemanden zurückgelassen.
Nach der Wanderung sind wir mit der Fähre nach Chora Sfakion, dort wartete schon unser Minivan. Unterwegs haben wir noch in einem Dorf Halt gemacht, wo es traditionelles Mittagessen gab. Hat alles zusammen achtzig Euro gekostet, aber das schloss Fahrt, Eintritt in die Schlucht und Essen ein. Hat mir besser gefallen als die großen Bustouren.
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