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Ich war schon dreimal in Versailles und kann daher gut vergleichen. Am wenigsten los ist dienstags, vor allem wenn man pünktlich zur Öffnung um neun Uhr morgens da ist. Mittwochs geht es auch noch, aber da merkt man schon deutlich mehr Reisegruppen am Nachmittag.
Freitag war überraschend angenehm, weil viele Franzosen schon früh ins Wochenende starten und der große Touristenansturm das Schloss noch nicht erreicht hat. Ich war letztes Jahr im Juni an einem Freitagnachmittag dort, und in der Spiegelgalerie konnte man in Ruhe alle Details betrachten, ohne geschubst zu werden.
Ich rate dringend davon ab, samstags oder sonntags zu fahren. Da ist einfach die Hölle los, Warteschlangen von einer Stunde selbst mit Online-Tickets. Montag ist auch keine Option, weil viele Museen in Paris geschlossen haben und deshalb alle nach Versailles ausweichen. Wenn ich zwischen Dienstag und Mittwoch wählen müsste, würde ich ohne zu zögern den Dienstag nehmen.
An welchem Wochentag ist der Besucherandrang in Versailles am geringsten? Wir können jeden beliebigen Wochentag wählen und möchten es so planen, dass wir nicht in die Hauptbesucherzeit geraten. Ist vielleicht Montag oder Mittwoch normalerweise ruhiger?
Hans
Letztes Mal bin ich an einem Dienstag gegen acht Uhr morgens nach Versailles gefahren und habe mich noch vor der Öffnung angestellt. Als die Türen aufgingen, war ich unter den ersten zwanzig Besuchern. Die ersten zwei Stunden bin ich praktisch allein herumgelaufen, nur Wachpersonal und ein paar japanische Touristen sind mir begegnet.
Nach elf Uhr kamen die ersten Gruppen, aber verglichen mit dem Wochenende ist das Himmel und Erde. In den Gemächern des Königs konnte ich stehen bleiben, so lange ich wollte, Beschreibungen lesen, die Decken studieren. Gegen zwei Uhr nachmittags wurde es voller, dafür waren die Gärten wie leergefegt. Ich bin einfach durch die Alleen spaziert, niemand hat beim Fotografieren der Fontänen gestört.
Donnerstag ist auch ein guter Tag, aber aus irgendeinem Grund war gerade der Dienstag das goldene Los. Vielleicht weil viele Leute nach dem Wochenende noch nicht in Schwung sind und sich die Exkursionen erst zur Wochenmitte häufen.
Ich habe mir ein Ticket für Mittwoch um neun Uhr morgens über die Website gekauft und bin mit dem RER von Paris aus in etwa vierzig Minuten hingefahren. Am Eingang standen höchstens zwanzig Leute. Ich bin ohne Verzögerung hineingekommen, die Kontrolle dauerte fünf Minuten. Die ersten Säle waren fast leer, nur Museumsmitarbeiter liefen herum.
Nach halb zwölf merkte ich, dass es deutlich voller wurde. Ein Reisebus nach dem anderen hat Touristen ausgespuckt. Ich hatte zum Glück alle wichtigen Gemächer vor diesem Ansturm gesehen, daher keine Reue. Auch die Gärten konnte ich in Ruhe durchlaufen, dort war bis zum Mittag kaum jemand.
Am Freitag nach drei Uhr nachmittags bin ich ins Schloss gegangen und war erstaunt, wie wenig Menschen da waren. Wahrscheinlich sind alle nach einer anstrengenden Woche schon müde oder übers Wochenende weggefahren. Die Schlange am Eingang dauerte etwa fünfzehn Minuten, obwohl ich das Ticket vor Ort ohne Reservierung gekauft habe.
Ich bin eine Stunde herumgelaufen, drinnen war es luftig. Die Spiegelgalerie füllte sich gegen vier Uhr, aber nicht dramatisch. Ich konnte alles in Ruhe anschauen, habe mich sogar auf eine Bank im Garten gesetzt, ein Croissant gegessen und einfach die Fontänen betrachtet. Keine Menschenmassen, kein Lärm von Gruppen.
Donnerstag war eine hervorragende Wahl. Ich bin um zehn Uhr morgens angekommen, hatte das Ticket im Voraus online gekauft. Es war moderat besucht, nicht leer, aber auch nicht erdrückend. In den Gemächern der Königin habe ich vierzig Minuten verbracht, niemand hat gedrängt oder gestört beim Lesen der französischen Schilder.
Nach zwölf Uhr bin ich in die Gärten gegangen, dort war es richtig ruhig. Ein paar Paare haben sich vor den Skulpturen fotografiert, aber der Großteil der Touristen blieb im Schloss. Ich habe das Grand Trianon besichtigt, dann das Petit Trianon, insgesamt etwa vier Stunden gebraucht. Bin zufrieden zurückgefahren, weil ich mich nicht von Menschenmassen erschlagen gefühlt habe.
Ich bin an einem Samstag gefahren, weil ich dachte, früh morgens wäre es okay. Falsch gedacht. Um neun Uhr morgens zog sich die Schlange schon über hundert Meter. Ich habe eine Stunde angestanden, obwohl ich ein elektronisches Ticket hatte. Im Schloss war es zum Ersticken voll. In der Spiegelgalerie bin ich einfach im Strom mitgelaufen, stehenbleiben war unmöglich.
Auch die Gärten waren überfüllt, weil alle aus dem Schloss an die frische Luft geflüchtet sind. Ich habe dort etwa zwei Stunden ausgehalten und bin dann mit Kopfschmerzen nach Hause gefahren. Nie wieder am Wochenende.
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