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Ich war mittlerweile vier Mal in Versailles, und jedes Mal habe ich den Vormittag gewählt. Ich bin immer zur Öffnung um neun Uhr da, wenn die Reisebusse gerade erst die ersten Gruppen ausladen. In den ersten zwei Stunden kann man den Spiegelsaal in Ruhe besichtigen, ohne dass es überfüllt ist, und man kann in aller Ruhe Fotos am Fenster mit Blick auf die Gärten machen.
Nachmittags wird es dort wirklich eng. Besonders im Sommer, wenn die Hitze noch zusätzlichen Stress bedeutet. Dafür sind die Gärten am Nachmittag angenehmer für einen Spaziergang, weil die Sonne nicht mehr so stark brennt. Wenn du planst, den ganzen Tag in Versailles zu verbringen, kauf dir ein Ticket für den Vormittag fürs Schloss und geh nach dem Mittagessen im Park spazieren. So habe ich es letzten Juni gemacht, und das war die beste Entscheidung.
Noch etwas: Das morgendliche Licht in den Schlossräumen ist weicher, alles sieht auf Fotos natürlicher aus. Nach drei Uhr nachmittags kommt die Sonne von der anderen Seite, manche Säle werden deutlich dunkler.
Ist es besser, Versailles vormittags oder nachmittags zu besuchen? Wir sind bereit, früh loszufahren, wenn das hilft, Warteschlangen zu vermeiden. Oder leert sich der Ort gegen Abend und es wird ruhiger?
Manfred
Letzte Woche bin ich morgens nach Versailles gefahren, hatte ein Ticket für halb zehn. Es gab zwar eine Warteschlange, aber die bewegte sich schnell, ich stand etwa fünfzehn Minuten an. Als ich um zwei Uhr wieder rauskam, sah ich Menschenmassen am Eingang, die Schlange zog sich über hundert Meter hin.
Im Schloss war es bis elf Uhr angenehm, man konnte vor den Gemälden stehenbleiben und die Beschreibungen lesen. Dann kamen die großen Gruppen mit ihren Guides, es wurde laut. Im Spiegelsaal musste man sich schon durch die Menge zwängen.
Wenn du alles in Ruhe sehen möchtest, nimm ein Vormittagsticket. Nachmittags ist es dort wie am Bahnhof, besonders am Wochenende.
Ich bin bewusst am Nachmittag nach Versailles gefahren, weil ich mehr Zeit in den Gärten als im Schloss verbringen wollte. Ich kaufte ein Ticket für zwei Uhr, schaute mir die wichtigsten Säle in einer Stunde an, weil es so voll war und ich nicht ewig anstehen wollte.
Danach ging ich in die Gärten, als die Sonne nicht mehr so stark brannte. Es war herrlich, bis zur Schließung spazieren zu gehen, die Brunnen zu fotografieren und am Kanal zu sitzen. Im Sommer haben die Gärten länger geöffnet, man kann alles in Ruhe anschauen. An den Wochenenden gibt es auch die Wasserspiele mit Musik am Nachmittag, da sollte man sich den Zeitplan vorher anschauen.
Wenn dich eher der Park und die Architektur draußen interessieren, wähl die Nachmittagszeit. Das Schloss kann man schnell durchlaufen und draußen in der Natur länger verweilen.
Als ich im Juli in Versailles war, kletterte die Temperatur bis zwei Uhr nachmittags auf fünfunddreißig Grad. Im Schloss gibt es keine Klimaanlage, nur in einigen Sälen Ventilatoren. Durch die Menschenmassen wird es noch heißer, die Luft ist furchtbar stickig.
Morgens ist es wenigstens kühler, man kann normal atmen. Ich kam um neun, bis elf hatte ich alle wichtigen Räume gesehen. Dann ging ich raus in die Gärten, dort wehte wenigstens ein leichtes Lüftchen. Ich sah Leute, die nachmittags ankamen – die schwitzten buchstäblich im Gebäude.
Im Sommer würde ich definitiv den Vormittag empfehlen. Sonst riskierst du, die Hälfte der Zeit damit zu verbringen, nach einem kühlen Plätzchen zu suchen.
Ich war zweimal dort: einmal vormittags, einmal nachmittags. Beim ersten Mal wollte ich das Schloss ausführlich besichtigen, deshalb wählte ich die frühe Zeit. Weniger Menschen, man kann in Ruhe die Beschriftungen lesen und die Möbel betrachten. Unser Guide erklärte, dass das beste Licht für Fotos bis Mittag ist, wenn die Sonne die Fassade von der Hauptseite beleuchtet.
Beim zweiten Mal fuhr ich extra wegen der Wasserspiele mit Musik hin, die samstags nachmittags stattfinden. Da habe ich mir das Schloss nur kurz angeschaut und mehr Zeit im Park verbracht. Dort ist es nach drei Uhr angenehmer, die Touristen verteilen sich besser auf dem großen Gelände.
Wenn du nur einen Tag hast und alles sehen möchtest, fang vormittags mit dem Schloss an und lass dir die Gärten für den Nachmittag.
Versailles ist riesig, man braucht mindestens sechs Stunden für alles. Ich kam um neun Uhr morgens an, bis drei Uhr hatte ich das Schloss, das Petit Trianon und einen Teil der Gärten gesehen. Hätte ich später angefangen, hätte ich die Hälfte auslassen müssen.
Außerdem schließen nach vier Uhr einige Gebäude bereits. Das Petit Trianon und das Anwesen der Königin machen früher zu als das Hauptschloss. Wenn du das sehen möchtest, musst du deine Zeit gut einteilen. Ich traf ein paar Touristen, die nachmittags kamen und es nirgendwohin außer ins Hauptgebäude schafften.
Ich hatte auch ein Kombiticket für alle Objekte, deshalb ermöglichte mir die frühe Ankunft, es vollständig zu nutzen. Sonst hätte ich einfach Geld zum Fenster rausgeworfen.
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