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Ich war dort dreimal, und am ruhigsten war es an einem Dienstag Ende November. Damals gab es praktisch keine Warteschlangen, obwohl das Schloss zu den regulären Zeiten geöffnet hatte. Im Sommer sieht es anders aus – selbst mittwochmorgens standen einige Leute am Eingang, wenn auch weniger als am Wochenende.
Falls ihr eine Reise in der warmen Jahreszeit plant, würde ich empfehlen, entweder vor neun Uhr morgens oder nach vier Uhr nachmittags zu kommen. Zu dieser Zeit haben sich die meisten Gruppen schon verteilt, und man kann die Säle in Ruhe besichtigen, ohne sich durchdrängeln zu müssen. Auch die Gärten lassen sich gegen Schließung viel angenehmer erkunden, weil die Reisebusse meist nach dem Mittagessen wieder abfahren.
Vermeidet den Montag, denn viele Museen in Paris haben geschlossen, und alle fahren dann nach Versailles. Am Wochenende ist es dort einfach überlaufen, besonders im Sommer und an Feiertagen.
Wann ist in Versailles am wenigsten los? Ich möchte mich nicht in Touristenmassen drängen und zwei Stunden in Warteschlangen stehen. Zu welcher Tageszeit oder in welcher Jahreszeit ist es dort relativ ruhig?
Renate
Ich bin letztes Jahr im Juni dorthin gefahren und habe es bereut, nicht einen anderen Monat gewählt zu haben. Die Warteschlange am Eingang zog sich über eine Stunde hin, obwohl ich mein Ticket vorher online gekauft hatte. Im Schloss selbst konnte man kaum etwas vernünftig anschauen, weil die Leute in jedem Saal dicht an dicht standen. Die Spiegelgalerie war regelrecht ein Gang, durch den man sich kaum durchzwängen konnte.
Eine Bekannte, die als Guide arbeitet, hat mir gesagt: Wenn man schon im Sommer fährt, dann nur dienstags oder donnerstags, und unbedingt vor der Öffnung da sein. Sie selbst führt Gruppen um acht Uhr morgens, wenn es noch kühl ist und wenige Besucher da sind. Nach elf Uhr beginnt dann der richtige Ansturm, der bis zum Abend nicht mehr nachlässt.
Ich hatte das Glück, im Mai um fünf Uhr abends dort hinzukommen, zwei Stunden vor Schließung. Es waren zehnmal weniger Leute da als mittags, als ich am Schloss vorbeigegangen war. Die Kassen waren bereits geschlossen, aber ich hatte vorher ein elektronisches Ticket besorgt und konnte einfach reingehen.
In der Zeit habe ich die Hauptsäle besichtigt und bin ein bisschen durch die Gärten spaziert. Klar, für alles hat die Zeit nicht gereicht, aber der Eindruck war viel besser, als sich zwischen Hunderten von Menschen zu drängen. Einziger Nachteil – einige Räume wurden schon geschlossen, aber die Hauptrouten waren zugänglich.
Ich habe gezielt einen Mittwoch ausgewählt, weil ich gelesen hatte, dass das einer der ruhigeren Tage ist. Bin so gegen zwei Uhr nachmittags angekommen, als der Hauptandrang schon abgeebbt war. Am Eingang standen vielleicht fünfzehn Leute, nicht mehr. Bin ohne Warteschlange durchgekommen, obwohl ich das Ticket vor Ort gekauft habe.
Drinnen war es auch komfortabel – man konnte stehenbleiben, sich Details anschauen, dem Audioguide in Ruhe zuhören. In den Gärten war fast niemand, nur ein paar einheimische Rentnerpaare auf den Bänken. Verglichen mit den Erzählungen von Bekannten über samstägliche Menschenmassen war das wie eine andere Welt. Einziges Manko – die Fontänen liefen nicht, weil die Show nur am Wochenende stattfindet, aber das war mir nicht so wichtig.
Als ich im Februar dort war, schien das Schloss fast leer zu sein. Die Temperatur war niedrig, es regnete, und es waren wirklich sehr wenige Touristen da. Es gab überhaupt keine Warteschlange, ich bin sofort reingegangen. In den Sälen konnten meine Freundin und ich so lange stehen, wie wir wollten, niemand hat geschubst oder beim Fotografieren gestört.
Die Gärten sahen natürlich nicht so spektakulär aus wie im Sommer, aber dafür konnte man sie in aller Ruhe erkunden, ohne Hektik. Die Fontänen liefen nicht, Blumen blühten nicht, aber die Architektur beeindruckt trotzdem. Für mich war das die ideale Variante, weil ich keine Menschenmassen mag und lieber weniger sehe, dafür aber mit Komfort.
Ich bin pünktlich zur Öffnung um neun Uhr morgens hingegangen und konnte die Hälfte des Schlosses praktisch alleine besichtigen. Die ersten Reisebusse kommen gegen zehn Uhr an, daher hat man eine Stunde Ruhe. Bin durch die königlichen Appartements gekommen, als es dort noch still war.
Den Audioguide konnte ich ungestört hören, konnte vor den Gemälden so lange stehen, wie ich wollte. Nach elf Uhr kamen dann die Gruppen, und die Atmosphäre änderte sich – Lärm, Stimmengewirr, Guides reden gleichzeitig in mehreren Sprachen. Daher rate ich, früh aufzustehen und unter den Ersten zu sein, sonst verliert man den ganzen Genuss am Besuch.
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