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Ich war letzten Juni dort und hatte zwei Stunden eingeplant, aber es wurden dann über drei. Anfangs dachte ich, ich würde einfach nur zwischen Ruinen herumlaufen und das war’s, aber als ich angefangen habe, mir die Details der Fresken genauer anzuschauen und mir vorzustellen, wie die Menschen hier vor viertausend Jahren gelebt haben, hat es mich richtig gepackt. Besonders beeindruckt hat mich der Thronsaal mit dem steinernen Sitz und die Fresken mit den Delfinen in den Gemächern der Königin.
Wenn man einfach nur die Hauptroute ohne Stopps abläuft, reicht eine Stunde. Aber dann tauscht man das Gefühl für diesen Ort gegen ein Häkchen auf der Liste. Ich würde mindestens zwei Stunden für eine entspannte Besichtigung empfehlen, besser noch drei, wenn man sich für Geschichte interessiert. Bedenkt auch, dass es im Sommer nach elf Uhr höllisch heiß wird, also kommt lieber morgens früh oder kurz vor Schließung.
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Wir empfehlen, sich mit allen Ausflugsmöglichkeiten zum Palast von Knossos vertraut zu machen aus verschiedenen Städten: ab Heraklion ab 25 Euro; ab Chania ab 28 Euro; ab Malia ab 39 Euro; ab Rethymno ab 25 Euro; ab Knossos ab 35 Euro.
Unabhängig Reisenden empfehlen wir, sich mit den verfügbaren Optionen für Eintrittskarten zum Palast von Knossos ab 27 Euro vertraut zu machen.
Lesenswert sind auch die ausführlichen Artikel auf unserer Website: Palast von Knossos: Lohnt sich ein Besuch? (einen ausführlichen Bericht über unseren Besuch in den Ruinen des antiken minoischen Palastes, damit Sie sich selbst eine Meinung darüber bilden können, ob sich eine Reise hierher lohnt); Ausflüge Kreta (Der Guide mit Preisen, Routen und persönlichen Empfehlungen für Bootstouren, Strände und historische Sehenswürdigkeiten).
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch von Knossos einplanen? Wir haben einen Mietwagen und planen, morgens vorbeizufahren. Reichen ein paar Stunden aus oder sollte man einen halben Tag einplanen? Wir möchten danach noch das archäologische Museum in Heraklion besuchen.
Thomas
Ich habe mir am Eingang einen Audioguide für fünf Euro ausgeliehen und es nicht bereut. Der hat nicht nur über die Hauptgebäude erzählt, sondern auch über Kleinigkeiten, die ich sonst garantiert übersehen hätte. Zum Beispiel über das Kanalisationssystem, das schon zur Zeit der Minoer funktioniert hat. Bin in drei Stunden mit einer Pause im Schatten durch alles durchgekommen, weil die Sonne erbarmungslos geknallt hat.
Viele Touristen kommen mit Reisegruppen und haben maximal anderthalb Stunden Zeit. Die rennen im Galopp hinter dem Guide her, fotografieren und fahren weiter. Das ist nicht mein Ding, deshalb habe ich extra den Frühbus um acht aus Heraklion genommen, um vor dem Ansturm der Gruppen da zu sein.
Ehrlich gesagt bin ich kein Fan von alten Steinen, aber Knossos stand auf dem Programm, also bin ich hingefahren. Habe mir am Eingang einen Plan geholt und bin einfach rumgelaufen und hab geschaut. Eine Stunde vierzig habe ich alles abgelaufen, was ich sehen wollte, und hatte sogar noch Zeit, am Eingang einen Kaffee zu trinken.
Vielleicht ist das für manche zu wenig, aber mir hat’s gereicht. Das ist ja kein Museum, wo man stundenlang Beschriftungen unter Exponaten lesen kann. Ruinen sind Ruinen, auch wenn sie beeindruckend sind. Ein Teil ist rekonstruiert, ein Teil nicht, die Fresken sind Kopien, die Originale sind im Museum. Wenn ich nochmal fahren würde, würde ich maximal zwei Stunden einplanen.
Wir haben über das Hotel einen privaten Führer gebucht, und der hat uns direkt von dort abgeholt. Die eigentliche Besichtigung des Palastes hat zweieinhalb Stunden gedauert, weil der Guide jede Menge Geschichten über König Minos, den Minotaurus und die Ausgrabungen von Arthur Evans erzählt hat. Er hat uns Stellen gezeigt, die man alleine leicht übersieht, und erklärt, warum manche Teile so merkwürdig aussehen, weil sie Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nach den Vorstellungen des Archäologen rekonstruiert wurden.
Plus noch eine halbe Stunde Fahrt von Heraklion hin und genauso viel zurück. Insgesamt waren es etwa vier Stunden mit allen Transfers. Wenn ihr eine Führung bucht, rechnet genau so, und nicht nur die Zeit vor Ort.
Bin um halb acht angekommen, gerade als geöffnet wurde, und hatte den Ort fast für mich allein. Die ersten zwei Stunden waren herrlich, bin gemütlich herumspaziert, habe ohne Menschen im Bild fotografiert und die Infotafeln gelesen. Nach zehn Uhr kamen dann die Busse mit Touristen, und die Atmosphäre war dahin.
Ich habe den Morgen extra gewählt, weil ich gelesen hatte, dass es im Sommer wegen der fehlenden Schattenplätze stickig wird. Stimmt auch, Bäume gibt’s nicht viele, und wenn die Sonne höher steigt, wird’s echt anstrengend. Also zwei Stunden am Morgen sind der goldene Mittelweg zwischen Hetze und Erschöpfung durch die Hitze.
Ich habe das Ausmaß unterschätzt und dachte, eine Stunde reicht. Tatsächlich ist dort viel mehr, als es auf Fotos im Internet aussieht. Allein der zentrale Hof ist riesig, und dann noch der Westflügel, die Wohnquartiere, die Lagerräume für die Pithoi, der Theaterbereich. Als mir klar wurde, dass ich nicht schaffe, habe ich angefangen zu hetzen und bin am Ende unzufrieden abgefahren.
Wenn ich nochmal planen würde, würde ich mindestens zwei Stunden einkalkulieren. Oder mir einen Audioguide nehmen, um wenigstens zu verstehen, was ich da eigentlich anschaue. Weil einfach nur Steine ohne Kontext ist nicht dasselbe wie die Geschichte über eine dreitausendjährige Zivilisation.
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